Manganknollen - Schätze am Grund des Meeres

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Manganknollen - Schätze am Grund des Meeres

Eine neue Goldgräberstimmung ist entflammt. Doch wo früher und heute das glitzernde Edelmetall Gold im Fokus der Suche steht, sind es in der Zukunft schwarze Klumpen, die auf dem Meeresboden liegen. Die Rede ist von Mangan. Eine potenzielle Rohstoffquelle der Zukunft, die tief auf dem Meeresboden zu finden ist. Manganknollen sind Lieferant für zahlreiche Metalle, aktuell aber noch sehr schwer zu beschaffen.

Wunderstoff Manganknolle

Eine Manganknolle enthält neben dem namensgebenden Mangan jede Menge Eisen und weitere wertvolle Metalle. Hierzu zählen Kupfer, Kobalt, Nickel, Platin oder Tellur. Einige dieser Stoffe sind selten und daher wirtschaftlich interessant. Die deutsche Stahl- und Elektroindustrie ist stetig auf der Suche nach diesen Rohstoffen, da sie bisher vollständig importiert werden müssen. Die seltenen Rohstoffe werden heute in vielen elektronischen Geräten wie Handys oder Satelliten verbaut, weshalb die Nachfrage deutlich gestiegen ist. Die Manganknollen liegen in 4.000 bis 6.000 Meter Tiefe am Grund des Meeres. Sie entstehen durch Ablagerungen. Das im Meerwasser gelöste Metall setzt sich an am Meeresboden befindlichen Objekten, wie Muschelsplittern oder Fischgräten ab. Nach und nach wächst die Manganknolle um diese Objekte, wobei das Wort "wachsen" irreführend sein kann. Die Manganknolle vergrößert sich in einer Million Jahre gerade einmal um 0,1 bis 1 Zentimeter. Es handelt sich somit um einen ganz besonderen Rohstoff, der über Erdzeitalter herangewachsen ist.

Abbaumöglichkeiten bis heute begrenzt

Erstmals wurde die Manganknolle in den 1970er Jahren interessant, als die Rohstoffpreise durch die Erdölkrise explodierten. In dieser Zeit entwickelten Spezialfirmen Abbaumethoden für den Bergbau am Meeresgrund. Im weltweiten Wettlauf um die Manganknollen wurden kurzfristig erste Exemplare der Knollen abgebaut. Über lange Schläuche kam der Rohstoff im März 1978 erstmals an die Oberfläche. Insgesamt wurden in dieser Zeit 800 Tonnen abgetragen und an Land gebracht. Damit der Bergbau jedoch lukrativ und wirtschaftlich sinnvoll werden konnte, hätten 5.000 Tonnen Manganknollen pro Tag abgebaut werden müssen. So stoppte der Abbau und die Erforschung von geeigneten Erntemaschinen dauert bis heute an. Erste Prototypen sind bereits durch die Staaten Japan und Südkorea im Einsatz. Auch die deutsche Regierung ist nicht untätig. Bereits genutzte Maschinen für den Diamantenabbau im Atlantik vor Namibia werden aktuell umgebaut für die Tiefseeernte. Die Diamanten werden jedoch in Küstennähe in nur gerade einmal 150 Meter Tiefe abgebaut. Die Knollen hingegen liegen auf 6.000 Meter Tiefe. Lösungen für den Wasserdruck und die Zuverlässigkeit müssen weiterhin erforscht werden, bis ein industrieller Abbau erfolgen kann.

Deutsches Forschungsgebiet im Pazifik

Die Manganknollenfelder sind weltweit zu finden. Das größte von ihnen ist die Clarion-Clipperton-Zone zwischen der Küste Mexikos und Hawaii im Pazifik. Alleine dieses Feld besitzt mit 274 Tonnen Nickel 3,5-mal so viel von dem Rohstoff, wie er zur Zeit an Land abbaubar wäre. Es stellt sich die Frage, wem diese Schätze unter dem Meeresspiegel gehören. Geregelt ist dies bei den Vereinten Nationen. Laut Seerechtskonventionen gehört der Meeresboden der Menschheit und somit keinem einzelnen Staat. Die Manganknollenfelder gehören Stand heute niemanden, wodurch der Abbau verboten ist. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist allerdings aktuell damit beschäftigt, die Abbauregularien festzulegen. Die deutsche Regierung besitzt derzeit neben einigen anderen Staaten eine Explorationslizenz. Auf 75.000 Quadratkilometern darf Deutschland exklusiv Forschungen unternehmen, wobei ein industrieller Abbau klar untersagt ist. Das Forschungsprojekt läuft noch bis zum 18.07.2021.

Deutliche Auswirkungen auf die Natur

Das größte Problem beim Abbau von Manganknollen ist die unbekannte Auswirkung auf die unberührte Natur am Grund des Meeres. Die Tests aus dem Jahr 1978 wurden mit Baggern und Saugern betrieben, deren Auswirkungen auf den Meeresboden noch heute, vierzig Jahre danach, gut zu erkennen sind. Ein wichtiger Teil der Forschung ist daher die naturschonende Methode des Bergbaus am Meeresboden. Das Abtragen der Manganknollen wirbelt den lockeren Sedimentboden stark auf. Diese Wolken driften durch das Meer und bedecken anderweitig den intakten Meeresboden. Im Knollenfeld selbst ist nicht auszuschließen, dass Schnecken, Seegurken oder Würmer aufgesaugt werden. Die Maschinen selbst erzeugen Lärm und Vibrationen. Es wird also noch eine lange Zeit an Forschungen notwendig sein, um eine schonende Abbaumethode zu entwickeln.

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