Maple Leaf – Die beliebte kanadische Anlagemünze im Überblick

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Maple Leaf – Die beliebte kanadische Anlagemünze im Überblick

Die Maple Leaf Goldmünze ist eine der bekanntesten und beliebtesten Anlagemünzen der Welt. Seit dem Jahr 1979 wird sie in der Royal Canadian Mint (Königliche Kanadische Münzprägestätte) geprägt. Der Name Maple Leaf („Ahornblatt“) geht dabei darauf zurück, dass das Ahornblatt als nationales Symbol Kanadas bereits seit mehreren hundert Jahren bekannt und in Verwendung ist. Aufgrund der Übertragung des Ahornblattes auf die kanadische Nationalflagge im Jahre 1965 steht es seitdem symbolisch auch für die Kultur und Geschichte Kanadas.

Eine besondere Charaktereigenschaft der Maple Leaf Münze wird durch die seit der ersten Prägung gleichbleibenden Motive auf Vorder- und Rückseite der Münze dargestellt: Auf der Rückseite der Münze wird das Kanadische Ahornblatt abgebildet, auf der Vorderseite ist Elisabeth II., Königin von Großbritannien und dem Commonwealth, zu sehen. Doch was hat Elisabeth II. mit Kanada zu tun?

Das Abbild der Königin

Kanada war bis 1867 eine reguläre Kolonie Großbritanniens. Im Zuge einer mehrschrittigen Umentwicklung der großbritannischen Außenpolitik wurde es über mehrere Jahrzehnte zu einem souveränen Staat umgewandelt. Die finale Unabhängigkeit wurde 1982 erreicht, allerdings ist Kanada bis heute Teil des Commonwealth. Dies ist ein Zusammenschluss von ehemaligen Kolonien Großbritanniens, der 1931 ins Leben gerufen wurde. Zu ihm gehören neben Kanada unter anderem auch Australien, Neuseeland, Indien und Südafrika.

Großbritannien selber nimmt in diesem Gefüge de facto keine Sonderstellung mehr ein, allerdings verbleibt Königin Elisabeth bis heute das offizielle Staatsoberhaupt aller Commonwealth-Länder. Sie nimmt dabei eine rein symbolisch-repräsentative Rolle ein und kann keine politischen Entscheidungen treffen, da alle Commonwealth-Länder über eine unabhängige parlamentarische Demokratie verfügen.

Die Entwicklung der Maple-Leaf-Anlagemünze

Im Vorfeld der ersten Goldmünzenprägung 1979 war die einzige Goldanlagemünze der Welt die Krugerrand-Münze. Jedoch war diese nur über Umwege oder mit Glück zu beschaffen, da aufgrund der südafrikanischen Apartheid ein vieljähriger Boykott und diverse Sanktionen gegen das Land aktiv waren.

Eine vor allem optische Abhebung zum Krugerrand und somit eine Besonderheit der Maple Leaf Goldmünze ist ihre rein goldene, schimmernde Farbe. Diese ist zurückzuführen auf den Feingehalt von mindestens 99,99 % Gold pro Münze. Der Krugerrand wird bis heute in Kombination mit einer Kupferlegierung geprägt, weshalb sie einen weitaus geringeren Feingehalt (von etwa 91,67 %) sowie eine leicht rötliche Färbung aufweist.

Zunächst wurde die Goldmünze lediglich im Gewicht von einer Unze geprägt, im Laufe der Jahre wurden auch gestückelte Einheiten wie ½ Unze, ¼ Unze und 120 Unze eingeführt. Eine weitere Entwicklung fand mit Einführung der Maple-Leaf-Silbermünzen und -Platinmünzen im Jahr 1988 statt. 2005 wurde außerdem die Palladiummünze eingeführt. Eine Gewichtsstückelung in kleinere Unzen-Einheiten wurde bei den Silber-, Platin- und Palladiummünzen allerdings nicht vorgenommen. Es gibt sie bis heute nur als 1-Unze-Münzen.

Das Abbild der Königin wurde zweimal verändert: Von 1979 bis 1989 im Alter von 39 Jahren nach einem Bild aus dem Jahr 1965, von 1990 bis 2004 im Alter von 64 nach einem Bild aus dem Jahr 1990 und seit 2005 im Alter von 79 Jahren nach einem Bild aus dem Jahr 2005. Die Abprägung des Ahornblattes durchlief ebenfalls mehrere Stadien, allerdings nur mit minimalen Veränderungen, die hauptsächlich als Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Fälschungen dienen. So wird zum Beispiel seit 2013 auf der Rückseite neben dem Ahornblatt ein weiteres, sehr viel kleineres Ahornblatt eingeprägt. Dieses enthält das Prägejahr, welches lediglich durch eine starke Vergrößerung sichtbar wird.

Sondereditionen der Maple-Leaf-Goldmünzen wurden ebenfalls veröffentlicht. So gibt es seit 2007 regelmäßig Auflagen von 200-Dollar-Münzen. Eine Besonderheit stellt dabei die 100-kg-Münze im Wert von einer Million Dollar von 2007 dar. Lediglich sechs dieser Münzen wurden hergestellt, davon befindet sich eine im Besitz von Elisabeth II. und eine weitere wurde 2017 aus einem Berliner Museum gestohlen. Man geht davon aus, dass sie entweder in Stücke zerteilt oder eingeschmolzen und im Anschluss in kleinen Teilen verkauft wurde.

 

Bildnachweis: © Steven Heap

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