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Zahngold: Immer unbeliebter – Aber warum?

Eine Legierung mit Zahngold war bei den Zahnärzten im vorigen Jahrhundert ein großer Verkaufsschlager, der jedoch mittlerweile stetig unbeliebter wird. Der tiefe Fall des Golds in der Zahnarztpraxis hängt zum Teil mit einer gewachsenen Vorliebe für die Ästhetik der unauffälligeren Keramikkronen zusammen. Zugleich hat aber auch die dramatische Explosion des Gold-Preises ab dem Jahr 2001 das wohl dauerhafte Ende der traditionsreichen Zahngold-Ära eingeleitet.

Extremer Trend zur Zahnaufhellung ohne Zahngold in Europa

Die Veränderung von Schönheitsidealen in Europa stellt einen entscheidenden Grund dafür dar, dass die Beliebtheit einer Legierung mit Zahngold grundsätzlich gesunken ist. Immer mehr Menschen verfolgen den Traum, glänzend-weiße Zähne zu erlangen und wollen darum während einer zahnärztlichen Behandlung allgemein kein Gold. Der extreme Trend zur Zahnaufhellung lässt Mediziner weltweit daran zweifeln, ob der Absturz der klassischen Zahngold-Legierung in den Beliebtheits-Rankings irgendwann gestoppt wird. Trotz der medizinischen Vorteile von Gold entwickeln sich derartige Zahnkronen langsam aber sicher zu einer Rarität.

Keramik als bevorzugte Zahngold-Alternative für unauffällige sichtbare Zähne

Die Weiterentwicklung und Verbreitung alternativer Materialien ist ein weiterer Grund dafür, dass eine Legierung mit Zahngold nur noch selten den Weg in ein Gebiss findet. Insbesondere Keramik hat das Gold endgültig als Verkaufsschlager bei den Zahnärzten abgelöst. Im vorigen Jahrhundert waren goldige Zähne für lange Zeit sogar ein positives Status-Symbol. Dieser Zahngold-Trend hat aber zumindest in den meisten europäischen Staaten definitiv bereits vor vielen Jahrzehnten ein Ende gefunden. Durch die grundlegende Wandlung der ästhetischen Empfindungen spielt jetzt die Kosmetik für Zahnarzt-Patienten die zentrale Rolle. Heute erfreuen Menschen sich daran, wie Keramikkronen ohne Gold neben echten Zähnen gar nicht auffallen.

Zahlreiche Zahnärzte berichten darüber, seit mehr als einem Jahrzehnt keinen Zahn im vorderen Bereich mit Goldfüllungen versehen zu haben. Ausschließlich für Backenzähne, die von außen grundsätzlich nicht erkennbar sind, kommt eine Legierung mit Zahngold in Einzelfällen noch zum Einsatz. Das liegt vor allem daran, dass Zahnärzte selbst die letzten verbliebenen Gold-Fans sind. Teilweise überzeugen die Mediziner ihre Patienten mühsam vom Zahngold. Denn mit Gold gelingt es häufig, einen größeren Anteil der ursprünglichen Zähne zu erhalten und das Zerbrechen mit dem robusten Material zu verhindern. Derartige Argumente bleiben aber fast ausnahmslos nutzlos, sobald ein Patient im sichtbaren Bereich Zahnkronen benötigt.

Gold-Preisexplosion ab 2001 als zweite Ursache der schwindenden Beliebtheit

Die Entwicklung einer eindeutigen Vorliebe für unauffällige Füllungsmaterialien hat bei den europäischen Zahnarzt-Patienten schon im 20. Jahrhundert begonnen. Daher hängt der besonders drastische und plötzliche Rückgang des verwendeten Zahngolds in erster Linie mit einer zweiten Ursache zusammen. Nachdem der Gold-Preis von 2001 bis 2012 sprichwörtlich durch die Decke ging, bekamen am Ende auch die Zahnärzte die Folgen dieser Preisveränderungen zu spüren. Während viele Menschen das Edelmetall als beliebte Investitionsmöglichkeit für sich entdeckt haben, ist ihnen die Zahngold-Legierung wiederum generell zu teuer geworden.

Ursprünglich war Gold in der Zahnarztpraxis im Vergleich zur Keramik ein echtes Schnäppchen und ließ sich darum trotz ästhetischer Bedenken nicht vollständig verdrängen. Zur Füllung mit einer Zahngold-Legierung sind ungefähr sieben Gramm des echten Edelmetalls erforderlich. Im 20. Jahrhundert mussten für dieses Gold lediglich zweistellige Beträge berechnet werden. Somit war es bei den Zahnärzten kein Problem, die Zahngold-Füllung zu niedrigen dreistelligen Preisen anzubieten. Mit der Kostenexplosion ab 2001 wurde der Gold-Preis dann für die Zusammenstellung der Zahnarzt-Rechnung jedoch ein zentrales Kriterium. Etwas günstiger als Keramikkronen sind die Zahngold-Alternativen zumeist noch. Der Preisunterschied ist mittlerweile aber minimal.

Zahngold-Legierung beim Zahnarzt möglicherweise vor dem endgültigen Aus

Wer beim Zahnarzt Keramik gegenüber Gold bevorzugt, zahlt 2019 im Durchschnitt maximal rund 100 Euro mehr. Dieser kleine Preisvorteil genügt äußerst selten, um Patienten von einer auffälligen Legierung mit Zahngold zu überzeugen. Bei höheren dreistelligen Beiträgen blieb die Ersparnis früher eher ein Argument, durch das Gold den Vorzug vor Keramik erhielt. Die Kombination aus dem Preisanstieg des Edelmetalls und der über Jahrzehnte gewachsenen Vorliebe für unauffällige Füllungen bedroht die Zukunft der klassischen Zahngold-Legierung nun sehr ernsthaft. Möglicherweise verschwindet das traditionsreiche Gold endgültig aus den Sprechzimmern der Zahnärzte, sobald der Keramik-Preis in der Endabrechnung eines Tages sogar überholt wurde.

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