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Die 100 Euro Goldmünze - Ein Stück deutsche Anlagekultur

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Die 100 Euro Goldmünze - Ein Stück deutsche Anlagekultur

Nach dem großen Erfolg der Goldenen 1-DM-Münzen entschied sich die Bundesregierung dafür, regelmäßig Gedenkmünzen in Gold herauszugeben. Eine der beliebtesten Prägungen ist bis heute die 100 Euro Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Diese erscheint seit dem Jahr 2002 mit jährlich wechselnden Motiven und erfreut sich aufgrund ihres moderaten Aufgeldes gegenüber dem Goldpreis sowohl bei Sammlern als auch bei reinen Anlegern großer Beliebtheit.

Die Goldmünze wird jeweils von den fünf offiziellen Münzprägestätten der Bundesrepublik Deutschland in einer Stückelung von 1/2 Unze geprägt und weist eine Reinheit von 999,9/1.000 auf. Damit spielt die Prägung in einer Liga mit bekannten Anlagemünzen wie dem kanadischen Maple Leaf, dem Wiener Philharmoniker und dem australischen Känguru. Ausgeliefert wird die 28 mm x 1,65 mm messende Goldmünze bei der Erstausgabe in einer schicken Schatulle samt Echtheitszertifikat. Erscheinungstermin für den aktuellen Jahrgang ist seit 2004 jeweils der Oktober.

Abwechslungsreiche Motivseite der 100 Euro Goldmünze

Wie für Gedenkmünzen aus Deutschland üblich, verfügt auch die 100 Euro Goldmünze über ein jährlich wechselndes Motiv. Die erste Ausgabe (2002) stand ganz im Sinne der Währungsreform. Dementsprechend lautete der Motivname "Einführung des Euro", wobei sich das Motiv durch verschiedene Euromotive wie Eurobanknoten und andere Euro-Symboliken auszeichnete. Seit 2003 steht die Münzserie unter dem Stern des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit Ausnahme einiger weniger thematischer Unterbrechungen (z.B. im Jahr 2005 anlässlich des Motivs "WM") sind seither zahlreiche bekannte Weltkulturerbestätten Deutschlands auf der Motivseite zu sehen.

Die Motive selbst zeichnen sich durch eine gewohnt filigrane Gestaltung sowie eine hohe Prägequalität aus. Rund um das auf einem spiegelnden Münzhintergrund aufgeprägte Motiv findet sich die Aufschrift "UNESCO WELTERBE", die jeweils durch den Namen des aktuellen Motivs ergänzt wird. Bisher erschienen sind beispielsweise sehenswerte Prägungen mit dem Antlitz des Klosters Lorsch (2014), der Wartburg (2011), dem Aachener Dom (2012) oder dem Oberen Mittelrheintal (2015).

Die Motive der 100 Euro Goldmünzen im Detail

2002 - Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro

Da die Serie der 100 Euro Goldmünzen pünktlich zur Einführung des Euro gestartet wurde, stand das von Heinz Hoyer gestaltete Premieremotiv ganz im Zeichen der Währungsunion. Im Zentrum der Bildseite befindet sich ein großes Euro-Symbol, das von einem Zierkreis und den 12 Sternen Europas umgeben ist. Im Hintergrund zeichnen sich zahlreiche Teile europäischer Bauten ab, wobei jeweils die unterschiedlichen Architekturstile des Kontinents versinnbildlicht werden. Abgerundet wird das Motiv durch den umlaufenden Schriftzug "Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro".

2003 - UNESCO-Welterbe Quedlinburg

Künstlerisch ist die Einstiegsmünze in das Thema "UNESCO-Welterbe" ganz an den mittelalterlichen Ursprung der Königs- und Kaiserstadt Quedlinburg angelehnt. Während auf der Wertseite ein im mittelalterlichen Wappenstil gehaltener Adler prangt, befindet sich auf der Bildseite eine Darstellung der weltberühmten Stiftskirche St. Servatii, die noch heute auf dem Schlossberg thront. Der darunter befindliche Schriftzug erwähnt weitere Sakralbauten, die der gemeinsam mit ihrer einmaligen aus über 2.000 Fachwerkhäusern bestehenden Altstadt den Weltkulturerbe-Status beschert haben. Verantwortlich für das Münzmotiv zeichnete sich die Bildhauerin Agatha Kill.

2004 - UNESCO-Welterbe Bamberg

Auf der Motivseite der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2004 ist eine Panoramaansicht der schon im Mittelalter gegründeten Stadt Bamberg zu sehen. Im Zentrum des von Ulrich Böhme gestalteten Motivs steht der weltberühmte Stadtkern mit dem Dom und dem "Alten Rathaus" inmitten der malerischen Regnitz. Auch der auf der Wertseite zu sehende Bundesadler ist mit seinen eckigen Formen an den Stil der Motivseite angepasst.

2005 - FIFA-Fußball WM

Im Jahr 2005 wurde die UNESCO-Motivserie der 100 Euro Goldmünze anlässlich der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft 2006 für ein Sondermotiv unterbrochen. Auf der Motivseite ist ein in abstrakter Weise gestaltetes Stadion aus der Vogelperspektive zu sehen, wobei die einzelnen Sitzplätze als Punkte und die Ränge als durchgehende Linien dargestellt sind. Im Mittelpunkt befindet sich ein stilisiertes Fußballfeld mit einem deutlich überdimensionalen Fußball. Die Umschrift des von Heinz Hoyer stammenden Münzmotivs lautet "FIFA FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT - DEUTSCHLAND 2006".

2006 - UNESCO-Welterbe - Klassisches Weimar

Spätestens seit dem 18. und 19. Jahrhundert ist Weimar durch Namen wie Goethe und Schiller als eine der bedeutendsten Kulturstädte Deutschlands und Europas bekannt. Auf der aus der Feder von Dietrich Dorfstecher stammenden Motivseite sind einige der bedeutendsten Bauwerke Weimars wie unter anderem das Schloss Belvedere zu sehen. Ebenfalls im naturalistischen Stil der Bildseite ist der Bundesadler mit seinem detaillierten Federkleid gehalten.

2007 - UNESCO-Welterbe - Hansestadt Lübeck

Auf der Motivseite der 2007er-Ausgabe der 100 Euro Goldmünze ist die weniger als UNESCO-Weltkulturerbe bekannte Stadt Lübeck zu sehen. Im Zentrum des Motivs stehen die sieben markanten Türme der Hafenstadt an der Ostsee, wobei das von einem stilisierten Hafenbecken und zahlreichen Kaufmannshäusern flankierte Holstentor den betrachterischen Mittelpunkt bildet. Im Gegensatz zu vielen anderen Motiven der Serie befindet sich der charakteristische Schriftzug unterhalb des Motivs von Bobo Boratsch und ist nicht umlaufend aufgeprägt.

2008 - UNESCO-Welterbe - Altstadt & Bergwerk Rammelsberg in Goslar

Über 1.000 Jahr lang war das Bergwerk Rammelsberg in Goslar aktiv und einer der Garanten für den Wohlstant der Stadt. Diesem Umstand gedenkt die Euro Goldmünze aus dem Jahr 2008 mit dem filigranen Motiv aus der Werkstatt von Wolfgang Doehm. Durch die stilisierte Gestaltung rücken das Bergwerk und die Altstadt mit ihren Prachtbauten auch räumlich besonders nah zusammen, was die Symbolträchtigkeit unterstreicht.

2009 - UNESCO-Welterbe - Römische Baudenkmäler - Dom und Liebfrauenkirche in Trier

Trier wurde bereits in römischer Zeit im Jahr 16 v. Chr. unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet und zählt damit zu den ältesten Städte Deutschlands. Noch heute können Sie dort Kulturdenkmäler wie die Kaiserthermen, die Basilika, die Römerbrücke und das Amphitheater bewundern. Genau diesen frühen Wurzeln der europäischen Kulturzivilisation auf deutschem Boden setzt Michael Otto mit seinem Motiv ein Denkmal. Auf der Motivseite zu sehen sind mit Ausnahme des Amphitheaters alle genannten Bauten vor der im Vordergrund fließenden Mosel.

2010 - UNESCO-Welterbe - Würzburger Residenz

Die Würzburger Residenz ist ein barocker Prachtbau aus dem 18. Jahrhundert, der einst als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe diente. Noch heute gehört der Bau, der auf der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2010 gemeinsam mit seinen prachtvollen Gartenanlagen abgebildet ist, neben Versailles und Schönbrunn zu den bekanntesten Bauwerken seiner Art. Verantwortlich für das Münzmotiv zeichnet sich der Medailleur Dietrich Dorfstecher.

2011 - UNESCO-Welterbe - Wartburg

Die Wartburg gehört wohl zu den bekanntesten Burgen Deutschlands und der Welt. Immerhin hat hier niemand Geringeres als Martin Luther mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche die Christenheit aus den Angeln gehoben. Darüber hinaus war der im Jahr 1.067 erbaute Wehrbau Schauplatz weiterer historischer Ereignisse, wie dem legendären Sängerkrieg 1207. Diesem Umstand ist die 2011er-Ausgabe der 100 Euro Goldmünze gewidmet, die im Zentrum eine Profilzeichnung der Wartburg zeigt, unter der eine Aufzählung der wichtigsten Eckdaten des Gemäuers aufgeprägt ist. Abgerundet wird das Design von Wolfgang Reuter durch einen kleinen, auf einem Pferd galoppierenden Ritter mit Lanze.

2012 - UNESCO-Welterbe - Aachener Dom

Herzstück der 2012er-Prägung ist der vor einem etwas dunkler gehaltenen Münzhintergrund aufgeprägte Aachener Dom. Gemeinhin gilt der Dom, der seine Wurzeln im Frühmittelalter hat, aber erst in der Neuzeit fertiggestellt wurde als einer der beeindruckendsten Bauten Deutschlands. Gemeinsam mit dem Status Aachens als Kaiserstadt Karls des Großen hat dies das Komitee dazu bewogen, Erich Ott mit der Gestaltung dieses einmaligen Münzwerks zu beauftragen.

2013 - UNESCO-Welterbe - Gartenreich Dessau-Wörlitz

Die Bildseite der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2013 zeigt einen Teil des bekannten Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Interessant ist dabei die Gestaltung des Künstlers Lorenz Crössman, der das Motiv bewusst schemenhaft gewählt hat. Oberhalb des eigentlichen Motivs befinden sich der Schriftzug "GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ" sowie eine Frontalansicht von Schloss Wörlitz.

2014 - UNESCO-Welterbe - Kloster Lorsch

Im Jahr 764 gegründet prägte die Benediktinerabtei im hessischen Lorsch für viele Jahrhunderte die Kultur in der Region. Bekannt ist die Abtei vor allem für ihren großen Schatz an einzigartigen Büchern und Dokumenten. Dieser Umstand kommt auch im von Frantisek Chochola gestalteten Motiv zur Geltung. Hinter dem im Münzvordergrund befindlichen Abbild der Abtei sind mehrere Zeilen der typisch mittelalterlichen Dokumentenschrift zu lesen, was die Bedeutung der "Lorscher Dokumentensammlung" für die deutsche Kultur unterstreicht.

2015 - UNESCO-Welterbe - Oberes Mittelrheintal

Mit dem Oberen Mittelrheintal ziert mit der Ausgabe 2015 erstmals eine ganze Region die Bildseite der 100 Euro Goldmünze. Zu sehen ist eine grobe Landkarte des Mittelrheintals, auf der die bedeutendsten Städte und berühmtesten Bauwerke gestalterisch hervorgehoben sind. Darunter etwa der Mäuseturm mitten im Rhein bei Bingen sowie als Hauptmotiv die Marksburg in Braubach, die als einzige niemals zerstörte Höhenburg am Mittelrhein gilt. Der mittelalterliche Burgencharakter des Münzmotivs wird auch durch den geradlinigen Bundesadler aufgenommen, dessen Körper die Form einer Speerspitze aufweist.

2016 - UNESCO-Welterbe - Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof

Die Motivseite der 100 Euro Goldmünze, die von Friedrich Brenner gestaltet wurde, zeigt die Regensburger Altstadt. Eine Besonderheit ist, dass es sich um eine stilisierte Draufsicht im Charakter einer stark vereinfachten mittelalterlichen Karte im Frontalstil handelt. Dennoch sind Bauwerke wie die "Steinerne Brücke" und der Dom St. Peter klar zu erkennen.

2017 - UNESCO-Welterbe - Luther-Gedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Die 100 Euro Gedenkmünze aus dem Jahr 2017 steht pünktlich zum 500. Jahrestag der Reformation ganz im Zeichen Martin Luthers. Auf der von Bastian Prillwitz gestalteten Motivseite sind dementsprechend die Bauwerke der Luthergedenkstätten in Luthers Geburtsstadt Eisleben und seiner Wirkungsstätte Wittenberg zu sehen.

2018 - UNESCO-Welterbe - Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Wie auch schon das 2017er-Motiv der 100 Euro Goldmünze stammt auch das Motiv der 2018er-Prägung von Bastian Prillwitz. Den größten Teil des Motivs nimmt das Schloss Augustusburg mit jeweils einer Außen- und Innenansicht ein. Am unteren Münzrand befindet sich eine Darstellung des Jagdschlosses Falkenlust. Beide Schlösser zählen bis heute zu den bedeutendsten deutschen Bauwerken des Rokokos und Barock.

2019 - UNESCO-Welterbe - Dom zu Speyer

Den Abschluss der UNESCO-Welterbe-Serie der 100 Euro Goldmünze bildet das Motiv des Speyerer Doms. Das von Bodo Broschat stammende Motiv Zeit eine perspektivische Ansicht des Sakralbaus, der als größte erhaltene romanische Kirche Europas gilt. Seinen Status erlangte der Dom durch die Tatsache, dass das Gemäuer über Jahrhunderte unter anderem als kaiserliche Grabstätte diente. Die Symbolkraft des Doms als Stütze der sakralen Welt unterstreicht die Darstellung eines stützenden Kreuzgewölbes im unteren Teil des Münzmotivs, auf dem der Bau zu ruhen scheint.

Wertseite der 100 Euro Gedenkmünze in Gold

Während die Wertseite bei vielen ausländischen Münzen in nahezu jedem Jahr das gleiche Motiv zeigt, zeichnet sich die 100 Euro Goldmünze durch wechselnde Motive aus. Im Zentrum steht der Bundesadler, der jahrgangsabhängig in unterschiedlichen Formen künstlerisch interpretiert wird. Eine Konstante dagegen ist die aufgeprägte Umschrift "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" samt dem aktuellen Prägejahr und dem Nennwert von 100 Euro.

Damit ist die 100 Euro Goldmünze in Deutschland ebenso ein offizielles Zahlungsmittel wie die 20 Euro Goldmünze, die 50 Euro Goldmünze oder die 200 Euro Goldmünze. Praxisrelevant sind die Münzen als Zahlungsmittel aufgrund der großen Differenz zwischen Materialwert und Nominalwert jedoch nicht. Abgerundet wird die Wertseite durch das Prägezeichen der fünf deutschen Münzprägestätten sowie die 12 Europasterne. Letztere stehen nicht wie oft fälschlicherweise angenommen für die 12 Gründungsnationen des Euro, sondern symbolisch für die Einheit und die Werte Europas.

Die Deutschen Münzprägestätten

Deutschland ist das einzige Land, das seine Umlauf- und Sammlermünzen nicht in einer zentralen Münzprägestätte herstellen lässt. Hierzulande sind mit der Staatlichen Münze Berlin (A), dem Bayerischen Hauptmünzamt (D), der Staatlichen Münze Stuttgart (F), der Staatlichen Münze Karlsruhe (G) und der Hamburgischen Münze (J) gleich fünf Prägestätten aktiv. Diese teilen sich auch die Herstellung der 100 Euro Goldmünze zu jeweils gleichen Teilen. Dennoch stehen die Prägungen der Staatlichen Münze Berlin bei Sammlern besonders hoch im Kurs, was diesen ein zusätzliches Wertentwicklungspotenzial beschert.

Die 100 Euro Goldmünze - Ein Stück deutsche Anlagekultur Nach dem großen Erfolg der Goldenen 1-DM-Münzen entschied sich die Bundesregierung dafür, regelmäßig Gedenkmünzen in Gold herauszugeben. Eine der beliebtesten Prägungen ist bis heute die 100 Euro Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Diese erscheint seit dem Jahr 2002 mit jährlich wechselnden Motiven und erfreut sich aufgrund ihres moderaten Aufgeldes gegenüber dem Goldpreis sowohl bei Sammlern als auch bei reinen Anlegern großer Beliebtheit. Die Goldmünze wird jeweils von den fünf offiziellen Münzprägestätten der Bundesrepublik Deutschland in einer Stückelung von 1/2 Unze geprägt und weist eine Reinheit von 999,9/1.000 auf. Damit spielt die Prägung in einer Liga mit bekannten Anlagemünzen wie dem kanadischen Maple Leaf , dem Wiener Philharmoniker und dem australischen Känguru . Ausgeliefert wird die 28 mm x 1,65 mm messende Goldmünze bei der Erstausgabe in einer schicken Schatulle samt Echtheitszertifikat. Erscheinungstermin für den aktuellen Jahrgang ist seit 2004 jeweils der Oktober . Abwechslungsreiche Motivseite der 100 Euro Goldmünze Wie für Gedenkmünzen aus Deutschland üblich, verfügt auch die 100 Euro Goldmünze über ein jährlich wechselndes Motiv . Die erste Ausgabe (2002) stand ganz im Sinne der Währungsreform. Dementsprechend lautete der Motivname "Einführung des Euro", wobei sich das Motiv durch verschiedene Euromotive wie Eurobanknoten und andere Euro-Symboliken auszeichnete. Seit 2003 steht die Münzserie unter dem Stern des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit Ausnahme einiger weniger thematischer Unterbrechungen (z.B. im Jahr 2005 anlässlich des Motivs "WM") sind seither zahlreiche bekannte Weltkulturerbestätten Deutschlands auf der Motivseite zu sehen. Die Motive selbst zeichnen sich durch eine gewohnt filigrane Gestaltung sowie eine hohe Prägequalität aus. Rund um das auf einem spiegelnden Münzhintergrund aufgeprägte Motiv findet sich die Aufschrift "UNESCO WELTERBE", die jeweils durch den Namen des aktuellen Motivs ergänzt wird. Bisher erschienen sind beispielsweise sehenswerte Prägungen mit dem Antlitz des Klosters Lorsch (2014) , der Wartburg (2011) , dem Aachener Dom (2012) oder dem Oberen Mittelrheintal (2015) . Die Motive der 100 Euro Goldmünzen im Detail 2002 - Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro Da die Serie der 100 Euro Goldmünzen pünktlich zur Einführung des Euro gestartet wurde, stand das von Heinz Hoyer gestaltete Premieremotiv ganz im Zeichen der Währungsunion. Im Zentrum der Bildseite befindet sich ein großes Euro-Symbol, das von einem Zierkreis und den 12 Sternen Europas umgeben ist. Im Hintergrund zeichnen sich zahlreiche Teile europäischer Bauten ab, wobei jeweils die unterschiedlichen Architekturstile des Kontinents versinnbildlicht werden. Abgerundet wird das Motiv durch den umlaufenden Schriftzug " Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro ". 2003 - UNESCO- Welterbe Quedlinburg Künstlerisch ist die Einstiegsmünze in das Thema "UNESCO-Welterbe" ganz an den mittelalterlichen Ursprung der Königs- und Kaiserstadt Quedlinburg angelehnt. Während auf der Wertseite ein im mittelalterlichen Wappenstil gehaltener Adler prangt, befindet sich auf der Bildseite eine Darstellung der weltberühmten Stiftskirche St. Servatii, die noch heute auf dem Schlossberg thront. Der darunter befindliche Schriftzug erwähnt weitere Sakralbauten, die der gemeinsam mit ihrer einmaligen aus über 2.000 Fachwerkhäusern bestehenden Altstadt den Weltkulturerbe-Status beschert haben. Verantwortlich für das Münzmotiv zeichnete sich die Bildhauerin Agatha Kill. 2004 - UNESCO- Welterbe Bamberg Auf der Motivseite der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2004 ist eine Panoramaansicht der schon im Mittelalter gegründeten Stadt Bamberg zu sehen. Im Zentrum des von Ulrich Böhme gestalteten Motivs steht der weltberühmte Stadtkern mit dem Dom und dem "Alten Rathaus" inmitten der malerischen Regnitz. Auch der auf der Wertseite zu sehende Bundesadler ist mit seinen eckigen Formen an den Stil der Motivseite angepasst. 2005 - FIFA-Fußball WM Im Jahr 2005 wurde die UNESCO-Motivserie der 100 Euro Goldmünze anlässlich der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft 2006 für ein Sondermotiv unterbrochen. Auf der Motivseite ist ein in abstrakter Weise gestaltetes Stadion aus der Vogelperspektive zu sehen, wobei die einzelnen Sitzplätze als Punkte und die Ränge als durchgehende Linien dargestellt sind. Im Mittelpunkt befindet sich ein stilisiertes Fußballfeld mit einem deutlich überdimensionalen Fußball. Die Umschrift des von Heinz Hoyer stammenden Münzmotivs lautet "FIFA FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT - DEUTSCHLAND 2006". 2006 - UNESCO-Welterbe - Klassisches Weimar Spätestens seit dem 18. und 19. Jahrhundert ist Weimar durch Namen wie Goethe und Schiller als eine der bedeutendsten Kulturstädte Deutschlands und Europas bekannt. Auf der aus der Feder von Dietrich Dorfstecher stammenden Motivseite sind einige der bedeutendsten Bauwerke Weimars wie unter anderem das Schloss Belvedere zu sehen. Ebenfalls im naturalistischen Stil der Bildseite ist der Bundesadler mit seinem detaillierten Federkleid gehalten. 2007 - UNESCO-Welterbe - Hansestadt Lübeck Auf der Motivseite der 2007er-Ausgabe der 100 Euro Goldmünze ist die weniger als UNESCO-Weltkulturerbe bekannte Stadt Lübeck zu sehen. Im Zentrum des Motivs stehen die sieben markanten Türme der Hafenstadt an der Ostsee, wobei das von einem stilisierten Hafenbecken und zahlreichen Kaufmannshäusern flankierte Holstentor den betrachterischen Mittelpunkt bildet. Im Gegensatz zu vielen anderen Motiven der Serie befindet sich der charakteristische Schriftzug unterhalb des Motivs von Bobo Boratsch und ist nicht umlaufend aufgeprägt. 2008 - UNESCO-Welterbe - Altstadt & Bergwerk Rammelsberg in Goslar Über 1.000 Jahr lang war das Bergwerk Rammelsberg in Goslar aktiv und einer der Garanten für den Wohlstant der Stadt. Diesem Umstand gedenkt die Euro Goldmünze aus dem Jahr 2008 mit dem filigranen Motiv aus der Werkstatt von Wolfgang Doehm. Durch die stilisierte Gestaltung rücken das Bergwerk und die Altstadt mit ihren Prachtbauten auch räumlich besonders nah zusammen, was die Symbolträchtigkeit unterstreicht. 2009 - UNESCO-Welterbe - Römische Baudenkmäler - Dom und Liebfrauenkirche in Trier Trier wurde bereits in römischer Zeit im Jahr 16 v. Chr. unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet und zählt damit zu den ältesten Städte Deutschlands. Noch heute können Sie dort Kulturdenkmäler wie die Kaiserthermen, die Basilika, die Römerbrücke und das Amphitheater bewundern. Genau diesen frühen Wurzeln der europäischen Kulturzivilisation auf deutschem Boden setzt Michael Otto mit seinem Motiv ein Denkmal. Auf der Motivseite zu sehen sind mit Ausnahme des Amphitheaters alle genannten Bauten vor der im Vordergrund fließenden Mosel. 2010 - UNESCO-Welterbe - Würzburger Residenz Die Würzburger Residenz ist ein barocker Prachtbau aus dem 18. Jahrhundert , der einst als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe diente. Noch heute gehört der Bau, der auf der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2010 gemeinsam mit seinen prachtvollen Gartenanlagen abgebildet ist, neben Versailles und Schönbrunn zu den bekanntesten Bauwerken seiner Art. Verantwortlich für das Münzmotiv zeichnet sich der Medailleur Dietrich Dorfstecher . 2011 - UNESCO-Welterbe - Wartburg Die Wartburg gehört wohl zu den bekanntesten Burgen Deutschlands und der Welt. Immerhin hat hier niemand Geringeres als Martin Luther mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche die Christenheit aus den Angeln gehoben. Darüber hinaus war der im Jahr 1.067 erbaute Wehrbau Schauplatz weiterer historischer Ereignisse, wie dem legendären Sängerkrieg 1207. Diesem Umstand ist die 2011er-Ausgabe der 100 Euro Goldmünze gewidmet, die im Zentrum eine Profilzeichnung der Wartburg zeigt, unter der eine Aufzählung der wichtigsten Eckdaten des Gemäuers aufgeprägt ist. Abgerundet wird das Design von Wolfgang Reuter durch einen kleinen, auf einem Pferd galoppierenden Ritter mit Lanze. 2012 - UNESCO-Welterbe - Aachener Dom Herzstück der 2012er-Prägung ist der vor einem etwas dunkler gehaltenen Münzhintergrund aufgeprägte Aachener Dom. Gemeinhin gilt der Dom, der seine Wurzeln im Frühmittelalter hat, aber erst in der Neuzeit fertiggestellt wurde als einer der beeindruckendsten Bauten Deutschlands. Gemeinsam mit dem Status Aachens als Kaiserstadt Karls des Großen hat dies das Komitee dazu bewogen, Erich Ott mit der Gestaltung dieses einmaligen Münzwerks zu beauftragen. 2013 - UNESCO-Welterbe - Gartenreich Dessau-Wörlitz Die Bildseite der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2013 zeigt einen Teil des bekannten Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Interessant ist dabei die Gestaltung des Künstlers Lorenz Crössman, der das Motiv bewusst schemenhaft gewählt hat. Oberhalb des eigentlichen Motivs befinden sich der Schriftzug "GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ" sowie eine Frontalansicht von Schloss Wörlitz. 2014 - UNESCO-Welterbe - Kloster Lorsch Im Jahr 764 gegründet prägte die Benediktinerabtei im hessischen Lorsch für viele Jahrhunderte die Kultur in der Region. Bekannt ist die Abtei vor allem für ihren großen Schatz an einzigartigen Büchern und Dokumenten. Dieser Umstand kommt auch im von Frantisek Chochola gestalteten Motiv zur Geltung. Hinter dem im Münzvordergrund befindlichen Abbild der Abtei sind mehrere Zeilen der typisch mittelalterlichen Dokumentenschrift zu lesen, was die Bedeutung der "Lorscher Dokumentensammlung" für die deutsche Kultur unterstreicht. 2015 - UNESCO-Welterbe - Oberes Mittelrheintal Mit dem Oberen Mittelrheintal ziert mit der Ausgabe 2015 erstmals eine ganze Region die Bildseite der 100 Euro Goldmünze. Zu sehen ist eine grobe Landkarte des Mittelrheintals , auf der die bedeutendsten Städte und berühmtesten Bauwerke gestalterisch hervorgehoben sind. Darunter etwa der Mäuseturm mitten im Rhein bei Bingen sowie als Hauptmotiv die Marksburg in Braubach, die als einzige niemals zerstörte Höhenburg am Mittelrhein gilt. Der mittelalterliche Burgencharakter des Münzmotivs wird auch durch den geradlinigen Bundesadler aufgenommen, dessen Körper die Form einer Speerspitze aufweist. 2016 - UNESCO-Welterbe - Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof Die Motivseite der 100 Euro Goldmünze, die von Friedrich Brenner gestaltet wurde, zeigt die Regensburger Altstadt. Eine Besonderheit ist, dass es sich um eine stilisierte Draufsicht im Charakter einer stark vereinfachten mittelalterlichen Karte im Frontalstil handelt. Dennoch sind Bauwerke wie die "Steinerne Brücke" und der Dom St. Peter klar zu erkennen. 2017 - UNESCO-Welterbe - Luther-Gedenkstätten in Eisleben und Wittenberg Die 100 Euro Gedenkmünze aus dem Jahr 2017 steht pünktlich zum 500. Jahrestag der Reformation ganz im Zeichen Martin Luthers . Auf der von Bastian Prillwitz gestalteten Motivseite sind dementsprechend die Bauwerke der Luthergedenkstätten in Luthers Geburtsstadt Eisleben und seiner Wirkungsstätte Wittenberg zu sehen. 2018 - UNESCO-Welterbe - Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl Wie auch schon das 2017er-Motiv der 100 Euro Goldmünze stammt auch das Motiv der 2018er-Prägung von Bastian Prillwitz. Den größten Teil des Motivs nimmt das Schloss Augustusburg mit jeweils einer Außen- und Innenansicht ein. Am unteren Münzrand befindet sich eine Darstellung des Jagdschlosses Falkenlust. Beide Schlösser zählen bis heute zu den bedeutendsten deutschen Bauwerken des Rokokos und Barock . 2019 - UNESCO-Welterbe - Dom zu Speyer Den Abschluss der UNESCO-Welterbe-Serie der 100 Euro Goldmünze bildet das Motiv des Speyerer Doms. Das von Bodo Broschat stammende Motiv Zeit eine perspektivische Ansicht des Sakralbaus, der als größte erhaltene romanische Kirche Europas gilt. Seinen Status erlangte der Dom durch die Tatsache, dass das Gemäuer über Jahrhunderte unter anderem als kaiserliche Grabstätte diente. Die Symbolkraft des Doms als Stütze der sakralen Welt unterstreicht die Darstellung eines stützenden Kreuzgewölbes im unteren Teil des Münzmotivs, auf dem der Bau zu ruhen scheint. Wertseite der 100 Euro Gedenkmünze in Gold Während die Wertseite bei vielen ausländischen Münzen in nahezu jedem Jahr das gleiche Motiv zeigt, zeichnet sich die 100 Euro Goldmünze durch wechselnde Motive aus. Im Zentrum steht der Bundesadler, der jahrgangsabhängig in unterschiedlichen Formen künstlerisch interpretiert wird. Eine Konstante dagegen ist die aufgeprägte Umschrift "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" samt dem aktuellen Prägejahr und dem Nennwert von 100 Euro. Damit ist die 100 Euro Goldmünze in Deutschland ebenso ein offizielles Zahlungsmittel wie die 20 Euro Goldmünze, die 50 Euro Goldmünze oder die 200 Euro Goldmünze. Praxisrelevant sind die Münzen als Zahlungsmittel aufgrund der großen Differenz zwischen Materialwert und Nominalwert jedoch nicht. Abgerundet wird die Wertseite durch das Prägezeichen der fünf deutschen Münzprägestätten sowie die 12 Europasterne. Letztere stehen nicht wie oft fälschlicherweise angenommen für die 12 Gründungsnationen des Euro, sondern symbolisch für die Einheit und die Werte Europas. Die Deutschen Münzprägestätten Deutschland ist das einzige Land, das seine Umlauf- und Sammlermünzen nicht in einer zentralen Münzprägestätte herstellen lässt . Hierzulande sind mit der Staatlichen Münze Berlin (A), dem Bayerischen Hauptmünzamt (D), der Staatlichen Münze Stuttgart (F), der Staatlichen Münze Karlsruhe (G) und der Hamburgischen Münze (J) gleich fünf Prägestätten aktiv. Diese teilen sich auch die Herstellung der 100 Euro Goldmünze zu jeweils gleichen Teilen. Dennoch stehen die Prägungen der Staatlichen Münze Berlin bei Sammlern besonders hoch im Kurs , was diesen ein zusätzliches Wertentwicklungspotenzial beschert.
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Nach dem großen Erfolg der Goldenen 1-DM-Münzen entschied sich die Bundesregierung dafür, regelmäßig Gedenkmünzen in Gold herauszugeben. Eine der beliebtesten Prägungen ist bis heute die 100 Euro Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Diese erscheint seit dem Jahr 2002 mit jährlich wechselnden Motiven und erfreut sich aufgrund ihres moderaten Aufgeldes gegenüber dem Goldpreis sowohl bei Sammlern als auch bei reinen Anlegern großer Beliebtheit.

Die Goldmünze wird jeweils von den fünf offiziellen Münzprägestätten der Bundesrepublik Deutschland in einer Stückelung von 1/2 Unze geprägt und weist eine Reinheit von 999,9/1.000 auf. Damit spielt die Prägung in einer Liga mit bekannten Anlagemünzen wie dem kanadischen Maple Leaf, dem Wiener Philharmoniker und dem australischen Känguru. Ausgeliefert wird die 28 mm x 1,65 mm messende Goldmünze bei der Erstausgabe in einer schicken Schatulle samt Echtheitszertifikat. Erscheinungstermin für den aktuellen Jahrgang ist seit 2004 jeweils der Oktober.

Abwechslungsreiche Motivseite der 100 Euro Goldmünze

Wie für Gedenkmünzen aus Deutschland üblich, verfügt auch die 100 Euro Goldmünze über ein jährlich wechselndes Motiv. Die erste Ausgabe (2002) stand ganz im Sinne der Währungsreform. Dementsprechend lautete der Motivname "Einführung des Euro", wobei sich das Motiv durch verschiedene Euromotive wie Eurobanknoten und andere Euro-Symboliken auszeichnete. Seit 2003 steht die Münzserie unter dem Stern des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit Ausnahme einiger weniger thematischer Unterbrechungen (z.B. im Jahr 2005 anlässlich des Motivs "WM") sind seither zahlreiche bekannte Weltkulturerbestätten Deutschlands auf der Motivseite zu sehen.

Die Motive selbst zeichnen sich durch eine gewohnt filigrane Gestaltung sowie eine hohe Prägequalität aus. Rund um das auf einem spiegelnden Münzhintergrund aufgeprägte Motiv findet sich die Aufschrift "UNESCO WELTERBE", die jeweils durch den Namen des aktuellen Motivs ergänzt wird. Bisher erschienen sind beispielsweise sehenswerte Prägungen mit dem Antlitz des Klosters Lorsch (2014), der Wartburg (2011), dem Aachener Dom (2012) oder dem Oberen Mittelrheintal (2015).

Die Motive der 100 Euro Goldmünzen im Detail

2002 - Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro

Da die Serie der 100 Euro Goldmünzen pünktlich zur Einführung des Euro gestartet wurde, stand das von Heinz Hoyer gestaltete Premieremotiv ganz im Zeichen der Währungsunion. Im Zentrum der Bildseite befindet sich ein großes Euro-Symbol, das von einem Zierkreis und den 12 Sternen Europas umgeben ist. Im Hintergrund zeichnen sich zahlreiche Teile europäischer Bauten ab, wobei jeweils die unterschiedlichen Architekturstile des Kontinents versinnbildlicht werden. Abgerundet wird das Motiv durch den umlaufenden Schriftzug "Übergang zur Währungsunion - Einführung des Euro".

2003 - UNESCO-Welterbe Quedlinburg

Künstlerisch ist die Einstiegsmünze in das Thema "UNESCO-Welterbe" ganz an den mittelalterlichen Ursprung der Königs- und Kaiserstadt Quedlinburg angelehnt. Während auf der Wertseite ein im mittelalterlichen Wappenstil gehaltener Adler prangt, befindet sich auf der Bildseite eine Darstellung der weltberühmten Stiftskirche St. Servatii, die noch heute auf dem Schlossberg thront. Der darunter befindliche Schriftzug erwähnt weitere Sakralbauten, die der gemeinsam mit ihrer einmaligen aus über 2.000 Fachwerkhäusern bestehenden Altstadt den Weltkulturerbe-Status beschert haben. Verantwortlich für das Münzmotiv zeichnete sich die Bildhauerin Agatha Kill.

2004 - UNESCO-Welterbe Bamberg

Auf der Motivseite der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2004 ist eine Panoramaansicht der schon im Mittelalter gegründeten Stadt Bamberg zu sehen. Im Zentrum des von Ulrich Böhme gestalteten Motivs steht der weltberühmte Stadtkern mit dem Dom und dem "Alten Rathaus" inmitten der malerischen Regnitz. Auch der auf der Wertseite zu sehende Bundesadler ist mit seinen eckigen Formen an den Stil der Motivseite angepasst.

2005 - FIFA-Fußball WM

Im Jahr 2005 wurde die UNESCO-Motivserie der 100 Euro Goldmünze anlässlich der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft 2006 für ein Sondermotiv unterbrochen. Auf der Motivseite ist ein in abstrakter Weise gestaltetes Stadion aus der Vogelperspektive zu sehen, wobei die einzelnen Sitzplätze als Punkte und die Ränge als durchgehende Linien dargestellt sind. Im Mittelpunkt befindet sich ein stilisiertes Fußballfeld mit einem deutlich überdimensionalen Fußball. Die Umschrift des von Heinz Hoyer stammenden Münzmotivs lautet "FIFA FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT - DEUTSCHLAND 2006".

2006 - UNESCO-Welterbe - Klassisches Weimar

Spätestens seit dem 18. und 19. Jahrhundert ist Weimar durch Namen wie Goethe und Schiller als eine der bedeutendsten Kulturstädte Deutschlands und Europas bekannt. Auf der aus der Feder von Dietrich Dorfstecher stammenden Motivseite sind einige der bedeutendsten Bauwerke Weimars wie unter anderem das Schloss Belvedere zu sehen. Ebenfalls im naturalistischen Stil der Bildseite ist der Bundesadler mit seinem detaillierten Federkleid gehalten.

2007 - UNESCO-Welterbe - Hansestadt Lübeck

Auf der Motivseite der 2007er-Ausgabe der 100 Euro Goldmünze ist die weniger als UNESCO-Weltkulturerbe bekannte Stadt Lübeck zu sehen. Im Zentrum des Motivs stehen die sieben markanten Türme der Hafenstadt an der Ostsee, wobei das von einem stilisierten Hafenbecken und zahlreichen Kaufmannshäusern flankierte Holstentor den betrachterischen Mittelpunkt bildet. Im Gegensatz zu vielen anderen Motiven der Serie befindet sich der charakteristische Schriftzug unterhalb des Motivs von Bobo Boratsch und ist nicht umlaufend aufgeprägt.

2008 - UNESCO-Welterbe - Altstadt & Bergwerk Rammelsberg in Goslar

Über 1.000 Jahr lang war das Bergwerk Rammelsberg in Goslar aktiv und einer der Garanten für den Wohlstant der Stadt. Diesem Umstand gedenkt die Euro Goldmünze aus dem Jahr 2008 mit dem filigranen Motiv aus der Werkstatt von Wolfgang Doehm. Durch die stilisierte Gestaltung rücken das Bergwerk und die Altstadt mit ihren Prachtbauten auch räumlich besonders nah zusammen, was die Symbolträchtigkeit unterstreicht.

2009 - UNESCO-Welterbe - Römische Baudenkmäler - Dom und Liebfrauenkirche in Trier

Trier wurde bereits in römischer Zeit im Jahr 16 v. Chr. unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet und zählt damit zu den ältesten Städte Deutschlands. Noch heute können Sie dort Kulturdenkmäler wie die Kaiserthermen, die Basilika, die Römerbrücke und das Amphitheater bewundern. Genau diesen frühen Wurzeln der europäischen Kulturzivilisation auf deutschem Boden setzt Michael Otto mit seinem Motiv ein Denkmal. Auf der Motivseite zu sehen sind mit Ausnahme des Amphitheaters alle genannten Bauten vor der im Vordergrund fließenden Mosel.

2010 - UNESCO-Welterbe - Würzburger Residenz

Die Würzburger Residenz ist ein barocker Prachtbau aus dem 18. Jahrhundert, der einst als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe diente. Noch heute gehört der Bau, der auf der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2010 gemeinsam mit seinen prachtvollen Gartenanlagen abgebildet ist, neben Versailles und Schönbrunn zu den bekanntesten Bauwerken seiner Art. Verantwortlich für das Münzmotiv zeichnet sich der Medailleur Dietrich Dorfstecher.

2011 - UNESCO-Welterbe - Wartburg

Die Wartburg gehört wohl zu den bekanntesten Burgen Deutschlands und der Welt. Immerhin hat hier niemand Geringeres als Martin Luther mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche die Christenheit aus den Angeln gehoben. Darüber hinaus war der im Jahr 1.067 erbaute Wehrbau Schauplatz weiterer historischer Ereignisse, wie dem legendären Sängerkrieg 1207. Diesem Umstand ist die 2011er-Ausgabe der 100 Euro Goldmünze gewidmet, die im Zentrum eine Profilzeichnung der Wartburg zeigt, unter der eine Aufzählung der wichtigsten Eckdaten des Gemäuers aufgeprägt ist. Abgerundet wird das Design von Wolfgang Reuter durch einen kleinen, auf einem Pferd galoppierenden Ritter mit Lanze.

2012 - UNESCO-Welterbe - Aachener Dom

Herzstück der 2012er-Prägung ist der vor einem etwas dunkler gehaltenen Münzhintergrund aufgeprägte Aachener Dom. Gemeinhin gilt der Dom, der seine Wurzeln im Frühmittelalter hat, aber erst in der Neuzeit fertiggestellt wurde als einer der beeindruckendsten Bauten Deutschlands. Gemeinsam mit dem Status Aachens als Kaiserstadt Karls des Großen hat dies das Komitee dazu bewogen, Erich Ott mit der Gestaltung dieses einmaligen Münzwerks zu beauftragen.

2013 - UNESCO-Welterbe - Gartenreich Dessau-Wörlitz

Die Bildseite der 100 Euro Goldmünze aus dem Jahr 2013 zeigt einen Teil des bekannten Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Interessant ist dabei die Gestaltung des Künstlers Lorenz Crössman, der das Motiv bewusst schemenhaft gewählt hat. Oberhalb des eigentlichen Motivs befinden sich der Schriftzug "GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ" sowie eine Frontalansicht von Schloss Wörlitz.

2014 - UNESCO-Welterbe - Kloster Lorsch

Im Jahr 764 gegründet prägte die Benediktinerabtei im hessischen Lorsch für viele Jahrhunderte die Kultur in der Region. Bekannt ist die Abtei vor allem für ihren großen Schatz an einzigartigen Büchern und Dokumenten. Dieser Umstand kommt auch im von Frantisek Chochola gestalteten Motiv zur Geltung. Hinter dem im Münzvordergrund befindlichen Abbild der Abtei sind mehrere Zeilen der typisch mittelalterlichen Dokumentenschrift zu lesen, was die Bedeutung der "Lorscher Dokumentensammlung" für die deutsche Kultur unterstreicht.

2015 - UNESCO-Welterbe - Oberes Mittelrheintal

Mit dem Oberen Mittelrheintal ziert mit der Ausgabe 2015 erstmals eine ganze Region die Bildseite der 100 Euro Goldmünze. Zu sehen ist eine grobe Landkarte des Mittelrheintals, auf der die bedeutendsten Städte und berühmtesten Bauwerke gestalterisch hervorgehoben sind. Darunter etwa der Mäuseturm mitten im Rhein bei Bingen sowie als Hauptmotiv die Marksburg in Braubach, die als einzige niemals zerstörte Höhenburg am Mittelrhein gilt. Der mittelalterliche Burgencharakter des Münzmotivs wird auch durch den geradlinigen Bundesadler aufgenommen, dessen Körper die Form einer Speerspitze aufweist.

2016 - UNESCO-Welterbe - Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof

Die Motivseite der 100 Euro Goldmünze, die von Friedrich Brenner gestaltet wurde, zeigt die Regensburger Altstadt. Eine Besonderheit ist, dass es sich um eine stilisierte Draufsicht im Charakter einer stark vereinfachten mittelalterlichen Karte im Frontalstil handelt. Dennoch sind Bauwerke wie die "Steinerne Brücke" und der Dom St. Peter klar zu erkennen.

2017 - UNESCO-Welterbe - Luther-Gedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Die 100 Euro Gedenkmünze aus dem Jahr 2017 steht pünktlich zum 500. Jahrestag der Reformation ganz im Zeichen Martin Luthers. Auf der von Bastian Prillwitz gestalteten Motivseite sind dementsprechend die Bauwerke der Luthergedenkstätten in Luthers Geburtsstadt Eisleben und seiner Wirkungsstätte Wittenberg zu sehen.

2018 - UNESCO-Welterbe - Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Wie auch schon das 2017er-Motiv der 100 Euro Goldmünze stammt auch das Motiv der 2018er-Prägung von Bastian Prillwitz. Den größten Teil des Motivs nimmt das Schloss Augustusburg mit jeweils einer Außen- und Innenansicht ein. Am unteren Münzrand befindet sich eine Darstellung des Jagdschlosses Falkenlust. Beide Schlösser zählen bis heute zu den bedeutendsten deutschen Bauwerken des Rokokos und Barock.

2019 - UNESCO-Welterbe - Dom zu Speyer

Den Abschluss der UNESCO-Welterbe-Serie der 100 Euro Goldmünze bildet das Motiv des Speyerer Doms. Das von Bodo Broschat stammende Motiv Zeit eine perspektivische Ansicht des Sakralbaus, der als größte erhaltene romanische Kirche Europas gilt. Seinen Status erlangte der Dom durch die Tatsache, dass das Gemäuer über Jahrhunderte unter anderem als kaiserliche Grabstätte diente. Die Symbolkraft des Doms als Stütze der sakralen Welt unterstreicht die Darstellung eines stützenden Kreuzgewölbes im unteren Teil des Münzmotivs, auf dem der Bau zu ruhen scheint.

Wertseite der 100 Euro Gedenkmünze in Gold

Während die Wertseite bei vielen ausländischen Münzen in nahezu jedem Jahr das gleiche Motiv zeigt, zeichnet sich die 100 Euro Goldmünze durch wechselnde Motive aus. Im Zentrum steht der Bundesadler, der jahrgangsabhängig in unterschiedlichen Formen künstlerisch interpretiert wird. Eine Konstante dagegen ist die aufgeprägte Umschrift "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" samt dem aktuellen Prägejahr und dem Nennwert von 100 Euro.

Damit ist die 100 Euro Goldmünze in Deutschland ebenso ein offizielles Zahlungsmittel wie die 20 Euro Goldmünze, die 50 Euro Goldmünze oder die 200 Euro Goldmünze. Praxisrelevant sind die Münzen als Zahlungsmittel aufgrund der großen Differenz zwischen Materialwert und Nominalwert jedoch nicht. Abgerundet wird die Wertseite durch das Prägezeichen der fünf deutschen Münzprägestätten sowie die 12 Europasterne. Letztere stehen nicht wie oft fälschlicherweise angenommen für die 12 Gründungsnationen des Euro, sondern symbolisch für die Einheit und die Werte Europas.

Die Deutschen Münzprägestätten

Deutschland ist das einzige Land, das seine Umlauf- und Sammlermünzen nicht in einer zentralen Münzprägestätte herstellen lässt. Hierzulande sind mit der Staatlichen Münze Berlin (A), dem Bayerischen Hauptmünzamt (D), der Staatlichen Münze Stuttgart (F), der Staatlichen Münze Karlsruhe (G) und der Hamburgischen Münze (J) gleich fünf Prägestätten aktiv. Diese teilen sich auch die Herstellung der 100 Euro Goldmünze zu jeweils gleichen Teilen. Dennoch stehen die Prägungen der Staatlichen Münze Berlin bei Sammlern besonders hoch im Kurs, was diesen ein zusätzliches Wertentwicklungspotenzial beschert.

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